blatt

es liegt so still die große stadt.
und alle worte sind verhallt,
auch junges leben wird dort alt,
wo einst das wort gewohnet hat. 

ein halbverfaultes, braunes blatt
treibt auf den wellen weg vom strand.
dort löst sich langsam hand von hand,
des herbstes sonne scheint so matt.

und sieh hin! es versinkt!
wie es taumelnd ertrinkt,
vom trüben wasser zersetzt!

du kannst es vom ufer aus sehen
und lässt es einfach geschehen
die erinnerung stirbt ab jetzt.

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